Wer profitiert vom neuen Öl?
Tags: , , ,
Pipeline-Projekt: Wie der Öl-Konzern Total in Ostafrika Natur, Klima und Menschenrechte bedroht
Wer profitiert vom neuen Öl?

Pipeline-Projekt: Wie der Öl-Konzern Total in Ostafrika Natur, Klima und Menschenrechte bedroht

Das Pipeline-Projekt des französischen Ölkonzerns TOTAL von Uganda nach Tansania macht Schlagzeilen. Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Quellen und Auszüge daraus:

Website der INITIATIVE LIEFERKETTENGESETZ:

„Der Ölgigant Total plant, in Uganda in großem Stil Öl zu fördern – mitten in einem hochsensiblen Ökosystem, zum Teil sogar in einem Nationalpark. Mit einer neuen Mega-Pipeline soll das Öl bis zur Küste Tansanias gebracht werden. Das Projekt verletzt die Menschenrechte der lokalen Bevölkerung. Es bedroht die einmalige Pflanzenwelt, darunter die Mangrovenwälder an der Küste. Und es ist eine Gefahr für die Tiere, die in dem Gebiet leben, darunter Schimpansen, Nilpferde und Elefanten. Mit einem starken EU-Lieferkettengesetz wäre das Projekt so nicht möglich.
Es sind die größten Vorkommen auf dem Festland von Subsahara-Afrika: 2006 wurden in Uganda am Ufer des Albertsees riesige Ölfelder entdeckt. Kurz darauf erteilte die ugandische Regierung der ugandischen Tochtergesellschaft des Ölgiganten Total die Genehmigung, das Öl zu fördern: das Tilenga-Projekt. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Um das Öl ins Ausland zu exportieren, braucht es eine Mega-Pipeline: die „East African Crude Oil Pipeline“ (EACOP). Sie ist mit 1.400 km die längste jemals geplante beheizte Pipeline und soll das Öl zur Hafenstadt Tanga in Tansania transportieren. Auch hierfür ist der Konzern Total verantwortlich, dieses Mal über seine Tochtergesellschaft Total East Africa Midstream (TEAM). Trotz der Risiken, die mit beiden Projekten einhergehen, gaben die zuständigen Genehmigungsbehörden vor Ort grünes Licht. Dem erhofften wirtschaftlichen Aufschwung gegenüber steht jedoch das große Gefährdungspotential der Pläne.“

Der Artikel behandelt die Themen:

    • Die Pipeline-Pläne verletzen Menschenrechte
    • Ein massives Risiko für Flora, Fauna und Klima
    • Ein starkes Lieferkettengesetz muss Mensch, Umwelt und Klima schützen!

Ganzen Artikel lesen bei Initiative Lieferkettengesetz


Widerstand gegen die Pipeline vor Ort

Website StopEACOP des lokalen Widerstands

Website StopEACOP des lokalen Widerstands

Das Projekt wird in Uganda und Tansania von Aktivisten vor Ort kritisiert und bekämpft. Von Beginn an (2006) beschäftigte sich die Website „Oil in Uganda“ damit. Die wird aber mittlerweile nicht mehr gepflegt. Die letzten Einträge sind von 2021. Eine aktuelle Seite, die den Widerstand gut dokumentiert ist hier:

Stop EACOP


Wer profitiert vom neuen Öl?

Wer profitiert vom neuen Öl?

Das Pipeline-Projekt ist auch im Focus der internationalen Klimaschutz-Bewegung. Der Berliner TAGESSPIEGEL hat dazu eine umfangreiche interaktive Website aufgesetzt mit insgesamt drei Beiträgen:

Wer profitiert vom neuen Öl?

Längste beheizte Pipeline im Nationalpark

Was die TOTAL-Pläne für die Menschen bedeuten


Ein weiterer Artikel zur Pipeline bei Spiegel-online (18.6.2022)

Klimafolgen des Megaprojekts »EACOP«: Die Pipeline, die Luisa Neubauer eine Terrorismusanzeige einbrachte

„In Ostafrika will der Ölkonzern Total die längste beheizte Rohölpipeline der Welt bauen. Fachleute warnen vor den Risiken, Aktivisten bekämpfen die Pläne – und nun sorgt das Vorhaben sogar in Deutschland für Wirbel.“ – Beitrag ist hinter der Spiegel Paywall.

Um das Öl ins Ausland zu exportieren, braucht es eine Mega-Pipeline: die „East African Crude Oil Pipeline“ (EACOP). Sie ist mit 1.400 km die längste jemals geplante beheizte Pipeline und soll das Öl zur Hafenstadt Tanga in Tansania transportieren. Das geförderte Rohöl ist so zäh, dass es nur erwärmt auf ca. 60°C durch die Pipeline gepumpt werden kann. Dafür sind extra Aufwärmstationen entlang der Trasse vorgesehen – zusätzlich zu den notwendigen Pumpstationen.

Die 1300 km lange beheizte Pipeline führt von Uganda zum Hafen in Tansania

Die 1400 km lange beheizte Pipeline (EACOP) führt vom Lake Albert in Uganda zum Hafen Tanga in Tansania

Pipeline-Projekt: Wie der Öl-Konzern Total in Ostafrika Natur, Klima und Menschenrechte bedroht
Wer profitiert vom neuen Öl?
Top