Costa Rica produziert ausschließlich Arabica

Costa Rica als Land in Mittelamerika ist vom Klimawandel stark betroffen. Die Gefahr von Hurrikans aus der Karibik entsteht jedes Jahr aufs Neue und die Stürme werden stärker und zerstörerischer.

Das Land produziert ausschließlich sehr guten Arabica und bringt es von der Menge her auf den 14. Platz der Erzeugerländer – 2020 waren es 1.472.000 Säcke. 73 Prozent davon werden exportiert und das macht knapp 3 Prozent der Gesamtexporte des Landes aus. Nur 60% des Kaffees wird von Kleinfarmer:innen auf bis 3 ha Anbaufläche produziert – der Rest wächst auf größeren Kaffee-Fincas, die Lohnpflücker beschäftigen.

Im Land gibt es zirka zwei Dutzend FairTrade-Genossenschaften, die Kaffee produzieren.
Siehe: FairTrade International Produktfinder

Klima Profil Costa-Rica

Klima Profil Costa-Rica

Klimawandel

Das Land erwartet einen Verlust von über 50% der Kaffee-Anbaufläche aufgrund des Klimawandels. Die Empfehlung lautet, die Anbauflächen von 1.600 Metern bis auf 2.500 Metern Höhenlage zu verlegen. Doch das steht in Konkurrenz zum Tourismus. Aus dem Werbetext eines Tourismus-Portals:

„Das kleine Land Costa Rica in Zentralamerika ist zwar nur ein Siebtel so groß wie Deutschland, verzeichnet aber 27 Nationalparks und neun Schutzgebiete. Das Land ist vom Karibischen Meer und dem Pazifik umrahmt und von dichten Regenwäldern durchzogen. 27 Prozent der Fläche Costa Ricas steht unter Naturschutz.“

Nationalparks in Costa Rica überlappen sich mit Kaffee-Regionen

Nationalparks in Costa Rica überlappen sich mit Kaffee-Regionen

Kaffee-Regionen in Costa Rica

Kaffee-Regionen in Costa Rica

Das deckt sich großteils mit den Kaffeeanbau-Gebieten. Hatten Holzfäller in den 1970er und 1980er Jahren rund 80% des Regenwaldes gerodet, sind heute wieder mehr als 50% des Landes von Wald bewachsen. Costa Rica produziert 98% seines Stroms aus erneuerbaren Quellen. Zum Schutz des Waldes setzt Costa Rica erfolgreich auf den Ökotourismus, von dem sowohl Einheimische als auch umweltbewusste Reisende profitieren. So geben rund 1,5 Millionen Touristen jährlich fast 1,5 Milliarden Dollar für einen Besuch der Regenwälder und anderer naturnaher Reiseziele Costa Ricas aus.


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